Ist „Bewusst“ nach EU-Recht noch erlaubt?
Nur mit Nachweis. Der Begriff ist eingeschränkt, nicht generell verboten — zulässig, wenn die konkrete Aussage dahinter belegt und auf derselben Seite genannt wird.
Conscious / Bewusst
Wie verbreitet ist das?
Wir haben diesen Begriff in einer beanstandeten Aussage auf 35 von 680 geprüften Websites gefunden — 5.1%.
- betroffene Websites
- 35
- Fundstellen insgesamt
- 72
- in der höchsten Schwerekategorie
- 18
Warum das ein Problem ist
In der Modebranche weit verbreitet (z. B. „Conscious Collection“), vermittelt aber keine konkreten Umweltinformationen. Europäische Aufsichtsbehörden stufen die Aussage als irreführend ein (H&M-Fall, ACM Niederlande 2022).
Was Sie stattdessen schreiben
Beschreiben Sie die konkrete Maßnahme, z. B. „Hergestellt aus 50 % Bio-Baumwolle und 50 % recyceltem Polyester.“
Die Rechtsgrundlage
Die Richtlinie (EU) 2024/825 — die EmpCo-Richtlinie — nimmt Umweltaussagen in die Schwarze Liste des Anhangs I der UGP-Richtlinie auf. Sie gilt EU-weit ab dem 27. September 2026, ohne Übergangsfrist. In Deutschland ist sie über das UWG umgesetzt; Bußgelder reichen bis zu 4% des Jahresumsatzes.
Prüfen Sie, ob Ihre eigene Website diesen Begriff verwendet
URL einfügen und jede Umweltaussage Ihrer Seiten gegen alle 82 eingeschränkten Begriffe prüfen lassen. Der erste Check ist kostenlos und ohne Konto möglich.
Die Zahlen stammen aus dem eigenen Scan-Bestand von EcoClaim, zuletzt aktualisiert am 2026-08-22. Es handelt sich um eine selbstselektive Stichprobe — Websites, die durch unser öffentliches Prüftool gelaufen sind, keine Zufallsstichprobe des EU-Handels.